In Norwegen essen gehen: Von Räucherlachs bis Lutefisk

Wer in Norwegen essen geht, der sollte sich auf einfache und nahrhafte Kost einstellen. Traditionelle Gerichte bestehen aus Fisch oder Fleisch, Kartoffeln und Gemüse –in Norwegen ist die Küche an dem orientiert, was im Land wächst, man ist stolz auf seine Herkunft und Tradition.

Norwegen: Rezepte die man zwangsläufig kennenlernt

Allgegenwärtig ist natürlich Norwegens wichtigster Exportartikel, der Lachs der in zahlreichen Variationen angeboten wird. Ebenso beliebt ist das flatbrød, ein hartes, knäckebrotähnliches Fladenbrot. Der Vorteil liegt auf der Hand: die lange Haltbarkeit. Populär sind kjøttkaker (Fleischfrikadellen) und natürlich die Fischvarianten fiskekaker (Fischfrikadellen) oder fiskeboller (Fischklößchen), am liebsten selbst gemacht. Man findet sie aber auch landesweit tiefgefroren oder anders konserviert in Supermärkten. Lutefisk, ein eingelegter Stockfisch, ist nicht jedermanns Sache, bei Einheimischen aber als Delikatesse besonders beliebt. Eine weitere Spezialität ist das samische Gericht finnebiff, geschnetzeltes Rentierfleisch, das meist mit Kartoffeln und Preiselbeeren serviert wird. Dazu trinkt man gern Bier und anschließend einen Aquavit. Nicht unerwähnt bleiben sollte der in jedem Ort erhältliche Hotdog, der in Norwegen als Fastfood ebenso beliebt ist wie im übrigen Skandinavien.

Die besten Adressen in Oslo

Wer in Norwegen essen gehen will, kann natürlich auch auf die ganze Bandbreite der internationalen Küche zurückgreifen. In Oslo finden Sie im Vergleich zum Rest des Landes die größte Auswahl an Restaurants, Bars und Kneipen, die neben traditionellen Gerichten Standards wie Pizza oder Burger servieren bis hin zu aufwendiger Kochkunst von Sterneköchen. Der Michelin-Guide zeichnete 2014 immerhin vier Restaurants in Oslo aus: Im „Maaemo“ nahe der Osloer Zentralstation präsentiert Norwegen Essen in kulinarischer Reinkultur, das natürlich teuer, aber einen Besuch unbedingt wert ist. Im Restaurant „Statholdergaarden“ zaubern die beiden Chefköche täglich ein sechsgängiges Menü ausschließlich aus norwegischen Zutaten. Im „Ylajali“ kredenzt Sternekoch Ramsvik von dienstags bis Samstag täglich ein sechsgängiges Menü, Bestellungen à la carte sind nicht möglich. Im Fauna in der Solligata, dem vierten Sternerestaurant Oslos, wird nicht nur Wert auf höchste Qualität der Lebensmittel aus Norwegen gelegt, sondern ebenso auf eine entspannte Atmosphäre, die man auch in Jeans und T-Shirt genießen kann.

Oslo, Trondheim, Bergen: In Norwegen wird Essen auch in vielen Bars angeboten

„Dattera til Hagen“ in Oslo ist eine gemütliche Bar auf zwei Etagen mit einem hübschen Hinterhof und einer Karte mit Tapas, Burgern, Salat und mehr für abends und tagsüber. Im „Café Sør“ in der Einkaufszone kann man wunderbar frühstücken und Mittagessen genießen, auch Vegetarier und Veganer werden hier satt. In Trondheim gibt es viele gute Locations, wer es mag, probiert einen Besuch in der ausgezeichneten „Sushi Bar“ in der Munkegata. In der „Altona Bar“ in Bergen kann man in lässiger Atmosphäre auf ein Sortiment von 30 verschiedenen Champagnersorten und über 120 Weine zugreifen – man sollte aber vorher gegessen haben!

Bidl: Anders Gjengedal – Visitnorway.com