Nordlichter in Norwegen: Wie von einer anderen Welt

Im März 2015 kam es in Deutschland zu einem seltenen Spektakel: Nachdem die Sonne einen geomagnetischen Sturm gen Erde schickte, konnte man in Teilen des Landes Polarlichter beobachten. Doch, wie gesagt, das war die Ausnahme, und wer auf Nummer sicher gehen will, der fährt in den hohen Norden. Wer einmal die Nordlichter in Norwegen gesehen hat, wird dieses Erlebnis nie wieder vergessen. Einfach überwältigend, dieses gigantische grünbunte Leuchten. Wie von einem anderen Stern (was es ja in gewisser Weise auch ist). Einen schöneren Grund, als wegen der Polarlichter Norwegen zu besuchen, kann es nicht geben.

Polarlicht: In Norwegen ist es besonders spektakulär

Die Polarlichter: In Norwegen und anderen nördlichen Ländern werden sie auch Aurora borealis genannt, während es rund um den Südpol Aurora australis heißt. Übrigens ist die Erde nicht der einzige Planet im All, wo sich Polarlichter beobachten lassen – nur gibt es leider noch keine Möglichkeit, mal eben zum Stern LSR J1835+3259 zu jetten. Der ist unter Astronomen berühmt für seine gigantischen Lichterspiele, aber leider 18 Lichtjahre von der Erde entfernt. Nordlichter in Norwegen zu beobachten ist hingegen wesentlich einfacher: Zahlreiche Reiseanbieter haben Touren im Programm und sind mit ihren vielen Aktivitäten von Hundeschlittentouren bis Schneemobilausflügen auch darauf vorbereitet, dass der Himmel mal dunkel bleibt.

Wer die Nordlichter in Norwegen bewundern möchte, sollte zwischen Spätherbst und Frühlingsanfang in den Norden des Landes reisen. Oder gleich auf die Inselgruppe Svalbard (besser bekannt als Spitzbergen), die aufgrund ihrer Lage weit nördlich des Polarkreises ideale Bedingungen bietet. Hier ist es von Mitte November bis weit in den Januar hinein wirklich stockfinster, es dämmert nicht einmal.

Nordlichter: Zu schön für wissenschaftliche Erklärungen?

Auch wenn das Polarlicht aussieht wie ein übernatürliches Phänomen, gibt es natürlich eine wissenschaftliche Erklärung für die spektakulärste Lightshow der Welt. Elektrisch geladene Teilchen, die von der Sonne ausgestoßen werden, treffen auf das Magnetfeld der Erde, werden Richtung Pole abgelenkt und prallen auf die Lufthülle.

Eine Wissenschaft für sich ist es auch, die Nordlichter, die in Norwegen, aber auch in anderen nördlichen Ländern wie Grönland und Island zu beobachten sind, zu fotografieren. Dabeihaben sollte man unbedingt:

  • eine hochwertige Spiegelreflexkamera
  • ein Stativ
  • einen ferngesteuerten Auslöser
  • Ersatzbatterien

Ob mit oder ohne Kamera: Wer sich von den Nordlichtern verzaubern lässt, vergisst schnell, dass es sich um ein Naturphänomen handelt. Man ist plötzlich bereit zu glauben, dass hier Götter oder Dämonen ihre Hand im Spiel haben, wie es die Menschen früher taten. Auch heute noch glauben zum Beispiel die Inuit, dass die Polarlichter den Toten den Weg ins Jenseits bescheinen würden.

Rundreisen, auf denen Sie auch das Nordlicht erleben, gibt es auch im Angebot von TUI Wolters.

Bild: Gaute Bruvik – visitnorway.com