Das Skimuseum am Holmenkollen: Zu Besuch bei der Superschanze

Drei Wahrzeichen hat die Stadt Oslo: Am Wasser begrüßt das 2008 eröffnete, hypermoderne Opernhaus die Besucher, die per Schiff anreisen. Mitten in der City liegt 1836 das Königliche Schloss. Und hoch über der Stadt thront seit 2010 die wohl modernste Skisprunganlage der Welt, der Holmenkollenbakken, kurz Holmenkollen genannt, nach dem gleichnamigen Berg. Allerdings reicht die Geschichte der Schanze sogar bis ins 19. Jahrhundert zurück. Von der Historie der Anlage zeugt das Skimuseum am Holmenkollen.

Skimuseum am Holmenkollen: Eintauchen in die Geschichte der Schanze

Tatsächlich gilt der Holmenkollen als älteste Skisprunganlange überhaupt, bereits im Jahr 1892 fand hier ein Skispringen statt – das Holmenkollen Ski Festival wird bis heute jährlich veranstaltet, mit wenigen Ausnahmen, die dem Zweiten Weltkrieg und Renovierungsarbeiten geschuldet waren. Ende des 19. Jahrhunderts war man noch weit entfernt von den Rekorden heutiger Tage: Gerade mal 21,5 Meter betrug der Schanzenrekord, heute steht er bei 139,5 Metern und wird seit 2010 von dem Österreicher Andreas Kofler gehalten.

In den Jahren seit 1982 wurden im „Mekka der Skispringer“ zahlreiche hochrangige Wettbewerbe ausgetragen, an die das Holmenkollen-Museum erinnert: Einer der Höhepunkte waren sicherlich die Olympischen Winterspiele 1952. Vor allem für die Norweger selbst: Denn zwei ihrer Landsmänner erflogen sich Gold und Silber. Skurril: Olympiasieger Arnfinn Bergmann gewann wenige Jahre zuvor mit seinem Team Freidig FK die norwegische Meisterschaft – im Fußball!

Auch deutsche Skispringer triumphierten am Holmenkollen

Insgesamt vier Weltmeisterschaften fanden bereits am Holmenkollen statt, die erst 1930, die bislang letzte 2011, als der Österreicher Gregor Schlierenzauer gleich dreimal Gold holte. Und die Deutschen? Die waren mehrfach Weltcup-Sieger am Holmenkollen. 1989 gewann Jens Weißflog, damals noch für die DDR, 2000 Sven Hannawald und sogar dreimal Severin Freund (einmal 2014, und 2015 gleich doppelt). Wer sonst noch an Oslos Schanze triumphierte, aber auch wer scheiterte, davon erzählen zahlreiche Dokumente und Ausstellungsstücke im Skimuseum am Holmenkollen.

Das Skimuseum am Holmenkollen hat 365 Tage im Jahr geöffnet, von Oktober bis April zwischen 10 und 18 Uhr, im Mai und im September von 10 bis 17 Uhr und in den Sommermonaten Juni, Juli und August von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 120 Norwegische Kronen (etwa 13 Euro), für Kinder die Hälfte; Studenten zahlen 100 Kronen. Aktuelle Informationen dazu (in Englisch) hier.

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Bild: Hagelund/Birdseyepix.com – Visitnorway.com