Das Ölmuseum in Stavanger: Die Geschichte des schwarzen Goldes

Warum ist Gas und Öl in der Nordsee vorhanden? Welche Technologie wird zur Förderung von Öl eingesetzt? Was bedeutet es, auf einer Plattform in der Nordsee zu leben und zu arbeiten? Die Antworten zu diesen Fragen erfährt der Besucher im Ölmuseum in Stavanger, dem Dreh-und Angelpunkt der norwegischen Ölindustrie. Hier starten täglich Hubschrauber, die die norwegischen Ölarbeiter zu ihren Arbeitsplätzen auf den Plattformen bringen.

Beeindruckende Architektur

Bereits äußerlich ist das Ölmuseum in Norwegen eine echte Attraktion: Nachdem bereits in den Siebzigerjahren der Ruf nach einem Ölmuseum in der Ölmetropole Stavanger laut wurde, entwarfen die Architekten Lunde und Løvseth den modernen Gebäudekomplex. Er symbolisiert in einzigartiger Weise die urwüchsigen norwegischen Fjorde, die flache Küstenlandschaft sowie die Installationen auf dem Meer. Im Innern erfahren die Besucher, wie Öl entsteht sowie wie es erschlossen und gefördert wird. Neben der reinen Nutzung werden auch die Auswirkungen der Ölförderung auf die Gesellschaft Norwegens thematisiert. Gezeigt werden Original-Ausrüstungsgegenstände, Modelle, Filme und interaktive Installationen.

Katastrophenraum und ein Öl-Film in 3D

Das Ölmuseum in Stavanger bietet eine gelungene Mischung aus Wissen und Infotainment: Der Besucher erfährt etwas über die Nordsee zurzeit der Dinosaurier und wie Öl eigentlich entsteht. Außerdem wird die globale Versorgung mit dem Rohstoff Öl thematisiert und die Ölproduktion erklärt. Die Funktionsweise einer Erdölplattform wird demonstriert, und auch eine Gasförderplattform wird vorgestellt: Die „Troll A“. Der moderne Pfahlbau ist mit seiner Höhe von 472 Metern die größte Gasförderanlage ihrer Art und wiegt über eine Million Tonnen. Hier zeigt sich, in welchen Dimensionen beim Bau und Betrachten solcher Förderplattformen gedacht werden muss: Allein der verbaute Beton reicht aus, um 215.000 Wohnhäuser in die Landschaft zu setzen. Sie ist die größte Baukonstruktion, die jemals als eine Einheit über die Erdoberfläche bewegt wurde.

Ein weiteres Highlight für den Besucher ist der sogenannte Katastrophenraum des Ölmuseums: In ihm wird simuliert, wie im Katastrophenfall mit Atemschutzgeräten ausgestattete Rettungskräfte rauchgefüllte Räume durchsuchen müssen. Vom Ertönen des Alarmsignals hat man zwei Minuten Zeit, zum anderen Ende des Raums zu gelangen. Außerdem können sich die Besucher den 3D-Film „Petropolis“ anschauen und die spannende Geschichte des Öls noch einmal Revue passieren lassen. So wird der Besuch des Ölmuseums in Stavanger zu einem rundum gelungenen Tagesausflug.

 

Das Museum ist vom 1. Juni – 31. August täglich von 10:00 – 19:00 Uhr geöffnet und vom 1. September – 31. Mai Montag – Samstag 10:00 – 16:00 Uhr und Sonntag 10 – 18 Uhr.

Das Museum ist an folgenden Tagen geschlossen: Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester, Neujahr, Karfreitag, Ostersonntag und 17. Mai.

Preise:

Erwachsene: 100 Norwegische Kronen

Kinder: 50 Norwegische Kronen

Familien: (2 Erw. + 3 Kinder) 250 Norwegische Kronen

Studenten: 50 Norwegische Kronen

Rentner: 50 Norwegische Kronen

Internet: www.norskolje.museum.no

 

Bild: CH – visitnorway.com