Zu Besuch in Haugesund: Sehenswürdigkeiten aus der Wikingerzeit

Idyllische Nordseestrände und der Wasserfall Langfossen sind in der Kommune Haugesund Sehenswürdigkeiten, die immer eine Reise lohnen. Von der spannenden Geschichte Norwegens zeugt eine tausend Jahre alte Wikingersiedlung.

Er hörte auf den klangvollen Namen Harald Schönhaar und war der Gründervater Norwegens. Von Haugesund aus erschloss der Wikinger den „Nordvegen“, den Weg nach Norden, der Norwegen seinen Namen verlieh. Wann das war? Im 9. Jahrhundert nach Christus. Am Hafrsfjord hatte Harald nach einer siegreichen Schlacht das Reich geeint und wird dafür heute noch verehrt. Der Weg war in diesem Falle der Seeweg: Bis Norwegen zu Land erschlossen wurde, dauerte es noch weitere 800 Jahre. Auf der Insel Bukkøy im alten Wikingerort Avaldsnes ist der älteste Thron des Landes zu sehen. In der Heimat des Wikingerkönigs können Touristen sich zudem als Wikinger verkleiden, nach Wikingerart essen und das Leben der Nordmänner nachspielen.

Der schönste Wasserfall Norwegens ist in Haugesund die Sehenswürdigkeit

Tosende Wassermassen, die sich aus 612 Metern Höhe bis zu 30 Meter breit in den Akrafjord ergießen, sind in der Region Haugesund die Sehenswürdigkeit Nummer eins. Der Wasserfall Langfossen zählt zu den zehn schönsten der Welt. Unter anderem deshalb, weil das Wasser nicht steil und direkt nach unten fällt, sondern sich seinen Weg über mattgraue Felsen bahnt und sich vor dem satten Grün von Bäumen und Buschwerk in den tiefblauen Fjord ergießt. Der Langfossen ist einer der wenigen Wasserfälle in Norwegen, der ungebändigt strömt. Die meisten anderen sind zur Gewinnung von Elektrizität zumindest teilweise kanalisiert.

Insel-Vielfalt im Haugaland

Wer in Haugesund ein Ferienhaus – oder im angrenzenden Haugaland (auch Haugalandet) – mietet, hat es nicht weit zum Wasser. Strände mit feinem weißem Sand säumen die Ufer der Nordsee, kleine Inseln laden zum Wandern, Radfahren und zum Baden, wenn die Sonne die Nordsee lange genug gewärmt hat. Wie zum Beispiel auf Feøy mit seinen Minifjorden und kleinen Kanälen. Dort grasen die Schafe, aus deren Wolle die klassischen Norwegerpullover gestrickt werden. An der Südspitze von Karmøy ist der charmante kleine Ort Skudeneshavn vor allem im Sommer ein Treffpunkt der Segler. Ursprünglich wohnten Heringsfischer in den 130 weiß gestrichenen Häusern aus dem 19. Jahrhundert, heute sind sie für Besucher herausgeputzt.

Foto: CH – visitnorway.com