Eine Reise nach Røros – Geschichte live erleben

Norwegens einzige reine Bergbaustadt schaffte es im Jahr 1980 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Aber nicht nur deshalb lohnt sich eine Reise nach Røros. Die Stadt und ihre Umgebung bieten eine schöne Mischung aus gelebter Historie und beeindruckenden Naturschönheiten.

Fast in Schweden – eine Reise nach Røros

Rund 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo und gut 150 Kilometer südöstlich der Küstenstadt Trondheim liegt das kleine Städtchen Røros. Die Fahrt dorthin durch mehrere Nationalparks ist bereits eine beeindruckende Reise. Røros liegt in über 600 Metern Höhe an der schwedischen Grenze und war über mehr als drei Jahrhunderte geprägt vom Kupfererz-Bergbau. Als 1977 die letzte Grube geschlossen wurde, war das das Ende einer 333 Jahre alten Tradition. Was allerdings blieb, sind sehr viele Zeugnisse dieser langen Bergbaugeschichte. Viele der Holzgebäude im Ort wurden vor über 250 Jahren erbaut.

Die touristischen Höhepunkte von Røros – eine Reise in die Geschichte

Im Mittelpunkt jeder Reise nach Røros steht natürlich ein Besuch des Røros-Museums. Das ist kein klassisches Museum im eigentlichen Sinne, sondern besteht aus vier historischen Orten, die Sie besichtigen können.

  • Die Schmelzhütte: Das Museumsgebäude „Smelthytta“ wurde auf den Überresten der 1975 abgebrannten Schmelzhütte erbaut. Hier erfahren Sie alles über die Kupfermine im Ort.
  • Die Olavsgrube: Etwas außerhalb gelegen, können Sie hier eine einstündige Führung durch die „Olavsgruva“ (aus dem 20. Jahrhundert) und im Kontrast dazu auch durch die Mine Nyberget aus dem 17. Jahrhundert machen. In 50 Metern Tiefe in einem verzweigten Stollensystem sind festes Schuhwerk und auch im Sommer warme Kleidung erforderlich.
  • Die Gasse Sleggveien: In dieser Straße finden sich die alten Holzhäuser, in denen die einfachen Leute wie Handwerker, Tagelöhner und Vagabunden lebten.
  • Erholungs- und Nationalpark Doktortjonna: Dieser Park lohnt vor allem für Familien, sowohl im Sommer (zum Beispiel Kanufahren, Klettern und Angeln) als auch im Winter (etwa Skifahren und Rodeln).

Zu den weiteren wichtigen Røros-Reisetipps gehören ein geführter Stadtrundgang (etwa eine Stunde und 15 Minute lang), die riesige Kirche (rund 1600 Plätze) und im Winter natürlich das Ausleihen eines Sparks, dem klassischen norwegischen Tretschlitten. Romantiker lassen sich mit dem Hundeschlitten durch verschneite Landschaften ziehen.

Der Höhepunkt im Leben der Stadt ist jedoch der „Rørosmartnan“, der Ro. Das ist ein Volksfest, das am vorletzten Dienstag im Februar beginnt, fünf Tage dauert und rund 75.000 Besucher anzieht.

Bild: Thomas Rasmus Skaug – visitnorway.com