Trøndelag: Musik und Moschusochsen

Kathedrale

CH – visitnorway.com

Die geografische Mitte Norwegens punktet mit Natur und Kultur: In Trøndelag kann man Moschusochsen und wilde Rentiere beobachten und in Trondheim norwegischen Jazz vom Feinsten genießen.

Über 1000 Jahre ist es her, dass man in Trondheim mit dem Bau des Nidarosdoms begonnen hat. Das Gotteshaus ist das größte Heiligtum des Landes, es wurde auf der Grabstätte von König Olav dem Heiligen (995 – 1030) errichtet. Der Besuch ist nicht nur für die Augen ein Genuss: Die beiden Orgeln erklingen regelmäßig bei Konzerten, und der Knabenchor des Doms ist weltweit bekannt. Wer mehr auf Rock ’n‘ Roll steht, findet im Rockheim, einem Museum zur Geschichte der norwegischen Rockmusik, alles Wissenswerte von den Fünfzigern bis zum Exportschlager a-ha. Fußballfreunde schließlich suchen die kälteste Nordkurve der Welt im Kerkedalstadion auf, wo mit Rosenborg Trondheim Norwegens Rekordmeister seine Heimat hat.

Trøndelag: Die Region ist fast noch ein Geheimtipp

Krystiksvegen, ist eine der schönsten Straßen Europas. 650 Kilometer entlang der zerklüfteten Küste, wenig besucht, fast ein Geheimtipp, der noch nicht in jedem Reiseführer über Trøndelag zu finden ist. Dabei ist Trøndelag reich an Naturattraktionen. Der Saltstraumen zum Beispiel ist der größte Tidenhub der Welt. Alle sechs Stunden fließen 400 Millionen Kubikmeter Wasser mit bis zu 40 Stundenkilometern Geschwindigkeit durch den drei Kilometer langen und nur 250 Meter breiten Meereskanal.

Kupfererz und Nationalpark

Anders Gjengedal - Visitnorway.com

Anders Gjengedal – Visitnorway.com

Bis vor wenigen Jahrzehnten wurde in Røros in Trøndelag, wo Norwegen an Schweden grenzt, Kupfererz abgebaut. Heute sind die Minen erschöpft, nach exakt 333 Jahren lohnt der Bergbau nicht mehr. Einst waren Experten aus ganz Europa dorthin gekommen, heute ist das Bergwerk Olavsgrube ein sehenswertes Museum. Kaum vorstellbar, unter welchen Bedingungen der Erde das wertvolle Metall abgerungen wurde. Røros, eine Unesco-Weltkulturerbestätte (interne Verlinkung), war einst wohlhabend: Nach Paris und Hammerfest war die Bergstadt die dritte in Europa, deren Straßen mit elektrischen Laternen ausgestattet wurden. Während die Gruben geschlossen wurden, wurde unweit der Stadt in die Natur investiert. Im Dovrefjell Nationalpark hat man vor rund 70 Jahren Moschusochsen wieder angesiedelt. Die majestätischen Tiere sind jetzt eine Touristenattraktion. Allzu nahe kommen sollte man den bis zu 400 Kilogramm schweren Tieren allerdings nicht. Wenn sie unversehens angreifen, erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern.