Urlaub in der Region Lindesnes – Norwegens Südspitze

Vom Nordkap hat wohl jeder schon mal gehört. Weniger bekannt ist im Vergleich der südlichste Punkt des norwegischen Festlands. Es handelt sich um Lindesnes Fyr, Norwegens ältesten Leuchtturm. Erfahren Sie hier, warum sich eine Reise in die Region im Süden außerdem lohnt.

Wie der berühmte Fels in der Brandung – der Leuchtturm Lindesnes in Norwegen

Vor mehr als 350 Jahren machte die Küste von Lindesnes in Norwegen ihrem Namen noch alle Ehre. Der Name stammt vom altnordischen Lidandi ab. Lida steht dabei für „Ende, Gefahr“ und Lidandi entspricht „Landzunge, wo das Land aufhört“. Die Gefahr bestand lange Zeit, denn wegen der starken Meeresströmungen und heftiger Stürme kam es immer wieder zu schweren Schiffsunfällen. Besser wurde es ab dem Jahr 1656, als im Leuchtturm Lindesnes Fyr erstmals ein Leuchtfeuer brannte. Mittlerweile ist der Leuchtturm am südlichsten Punkt des Festlands eine Touristenattraktion geworden, rund 100.000 Menschen kraxeln jährlich auf den Turm, informieren sich im Nationalen Leuchtturmmuseum über die Geschichte der Seefahrt oder genießen die Aussicht im Café. Romantiker können sogar im ehemaligen Leuchtturmwärter-Häuschen übernachten. In der Region Lindesnes ein Ferienhaus zu finden, ist übrigens nicht schwer. Es gibt sie direkt am Meer, aber auch etwas zurückgesetzt im Hinterland.

Lindesnes in Norwegen: Strand, Lachs, Elchsafari und noch viel mehr

Rund 40 Kilometer östlich vom Leuchtturm liegt das 14.000-Einwohner-Küstenort Mandal, die größte Stadt der Region und zugleich die südlichste von ganz Norwegen. Besichtigen Sie unbedingt die Kirche, mit 1800 Plätzen eine der größten des Landes. Sie brauchen übrigens nur rund zehn Minuten Fußweg, um vom Stadtzentrum zum Sandstrand Sjøsanden zu gelangen. Er ist 800 Meter lang und gehört zum Naturpark Furulunden, der weitere Strände ganz in der Nähe aufzuweisen hat. Dazu gehören Kanelstranda und Lillebanken.

Die Region Lindesnes in Norwegen hat auch unter Anglern einen guten Ruf. Der Fluss Mandalselva gilt unter Fachleuten als einer der besten Lachsflüsse des Landes. In der Saison, die am 1. Juni beginnt und am 15. September endet, werden um die zehn Tonnen Fisch an Land gebracht. Eine Nummer kleiner geht es am nahegelegenen Fluss Audnaelva zu, empfehlenswert ist ein Angelausflug dorthin aber ebenfalls.

Im Hochsommer – bedenken Sie übrigens bei Ihren Urlaubsvorbereitungen, dass Süd-Norwegen auf dem gleichen Breitengrad wie Nord-Schottland liegt – können Sie sogar eine Elchsafari machen. Sie finden von Ende Juni bis Ende August in Marnardal statt. Anmeldung und Details in der Touristeninformation vor Ort.

Bild: Casper Tybjerg – Visitnorway.com