Reizvolles Fjellnorwegen: Angeln, Wandern, Erholen

Romantische Wanderwege durch dichte Wälder, Angeltouren und Kanu-Ausflüge auf dem Mjøsa-See: Die Region um die Orte Gjøvik, Land und Toten in Fjellnorwegen eignet sich ideal zum Ausspannen und Erholen.

Einfach einmal mit dem Zelt ein paar Tage aufs Geratewohl zu Fuß oder auf dem Mountainbike durch die freie Natur zu ziehen, ist nur eine der zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten in der Kommune Gjøvik. Norwegen zeigt sich hier von seiner sanften Seite mit viel Wald und Wasser. Dank des im ganzen Land geltenden „Jedermannsrecht“ darf man überall sein Zelt aufschlagen, sofern man genügend Abstand von Wohngebieten und Gehöften hält.

Der älteste Schaufelraddampfer fährt in Fjellnorwegen

Das Ausflugsschiff „Skibladner“, das im Sommer zwischen Juni und August auf dem Mjøsa-See unterwegs ist, ist der älteste immer noch regelmäßig fahrende Schaufelraddampfer der Welt. Als es am 2. August 1856 in Betrieb ging, war es mit zwölf Knoten sogar das schnellste Schiff Norwegens. Nur elf Sommer setzte die „Skibladner“ seither wegen Krieg oder Wartungsarbeiten aus.

Der Mjøsa-See ist Norwegens größter See und auch für Angler ein Paradies. 20 verschiedene Fischarten leben in dem Gewässer. Schleppangeln auf Forellen ist dort ebenso möglich wie Spinnangeln auf Barsche und Hechte. Der Fang kann sich lohnen, denn die größte Forelle, die hier an den Haken ging, wog 15,3 Kilogramm; 2011 wurde ein mehr als 18 Kilogramm schwerer Hecht aus dem See gezogen. In den Zuflüssen lohnt sich das Fliegenfischen auf Quappen, Äschen, Brassen und Renken.

Olympia in Fjellnorwegen

Eine der größten Attraktionen Gjøviks ist im Berg verborgen. Zu den Olympischen Winterspielen 1994 wurde das Eisstadion Fjellhall ins Innere eines Berges gebaut. Damals wurden 29.000 Lastwagenladungen Gestein aus dem Felsen geholt. Mit seinen dunklen Gängen, die sich plötzlich zum hellen Stadion öffnen, soll es an die berühmte Halle des Bergkönigs aus dem norwegischen Nationalepos „Peer Gynt“ erinnern. Die Arena fasst 5500 Zuschauer und ist heute täglich für Eisläufer ­– mit Schlittschuh-Verleih – geöffnet.

Die Region um Gjøvik in Norwegen ist zudem für ihre Glasfabriken berühmt. Betriebe wie das Gjøvik Glassværk oder das Hadeland Glassværk blicken auf eine mehr als 200-jährige Tradition zurück. Was nicht heißt, dass die Gläser, Vasen und andere Gegenstände altmodisch wären. Im Gegenteil: Die Glasbläser dort schaffen Objekte in klassisch modernem skandinavischem Design.

Bild: Øyvind Heen – Visitnorway.com