Hedmark – die abwechslungsreiche Provinz in Ostnorwegen

Steile Berge und grüne Hügel, ruhige Seen und flache Moorländer – während große Teile des Landes vor allem gebirgig sind, glänzt die Provinz Hedmark in Norwegen mit Vielfalt. Nur eins findet man hier nicht: Fjorde. Wer Urlaub in der Hedmark macht, kann natürlich einfach nur die Beine hochlegen. Er kann aber auch sehr viel unternehmen.

Hedmark im Sommer: Radfahren, Wandern, Angeln, Reiten und mehr

In den sieben Nationalparks, die ganz oder teilweise in der Hedmark liegen, gibt es viele Wanderwege, besonders in Rondane. Machen Sie einen Tagestrip durch das flache Moorland oder eine mehrtägige Wandertour durch die angrenzenden Bergzüge. Besonders beliebt: die Route von Mysusæter nach Spranget. Im ganzen Nationalpark bieten Hütten Übernachtungsmöglichkeiten.

Radfahren ist rund um den Mjøsa, Norwegens größtem See, ein Vergnügen. Die gut ausgeschilderte Route Mjøstråkk (Fahrradroute 7) ist 250 Kilometer lang und zieht sich durch Ackerland und grüne Hügel. Sie weist keine extremen Steigungen auf, aber da die Strecke teilweise auf Schotterpisten verläuft, ist eine passende Bereifung empfehlenswert.

Das richtige Angelrevier findet man in Femund-Engerdal mit rund 900 Seen, Teichen und Flüssen. Dafür ist nur ein einziger Angelerlaubnisschein erforderlich. Weitere beliebte Angelgewässer sind die Isteren-Galtsjøn-Seen und der Hognsjøen sowie die Flüsse Femundselva, Røa und Sømåa.

Die vielen Flüsse und Seen der Waldlandschaft Finnskogen nahe der schwedischen Grenze lassen sich wunderbar im Kanu erkunden.

Oder erleben Sie die Hedmark im Sattel. Es gibt gerade in den flacheren Regionen viele Reitcenter, von denen ein- oder mehrtätige Ausritte unterschiedlicher Anforderungsgrade organisiert werden. Wen es zu Pferde in die Berge zieht, kann eine Tour durch die leicht zugängliche Bergregion Rendalen machen.

Hedmark im Winter: Abfahrt in Trysil, Langlauf in Sjusjøen

Skifahren in der Hedmark, das bedeutet vor allem Trysil (http://www.norwegen.reise/reiseziele/so-gut-faehrt-es-sich-in-trysil-ski). Das größte Skigebiet Norwegens gilt auch als eines der besten des Landes.

190 Kilometer nördlich von Oslo und 20 Kilometer östlich von Lillehammer liegt Sjusjøen. Der kleine Ort ist der Ausgangspunkt für ein über 300 Kilometer langes Loipennetz, das als eine der attraktivsten Langlauf-Destinationen in Europa gilt.

Wer im Winter nicht auf Skiern stehen will, kann in der Jahreszeit auch Eisangeln, auf Schneeschuhen wandern oder eine Tour mit dem Hundeschlitten machen.

Was es in Hedmark zu sehen gibt

Auf einer Rundreise durch Hedmark können Sie viel über die Geschichte der einfachen Bevölkerung Norwegens in den vergangenen Jahrhunderten erfahren. Es gibt mehrere Freilichtmuseen, die das anschaulich darstellen. Im Blokkoden Villmarksmuseum in Drevsjø kann sehen, wie sich das Leben und die Arbeit der Samen in Engerdal seit dem 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart entwickelt haben. Das Domkirkeodden/Hedmark Museum in Hamar ist eines der größten Mittelalter-Museen in Norwegen. Neben der von einer Glaskonstruktion überdachten Ruine der Kathedrale umfasst das Museum 60 antike Gebäude.

Das Glomdal Museum in Elverum ist eines der größten Freilichtmuseem Norwegens und zeigt Gebäude und Ausstellungsstücke rund um das bäuerliche Leben der vergangenen vier Jahrhunderten auf den Bauernhöfen in Østerdalen und Solør.

Ebenfalls in Elverum liegt das Norwegische Forstmuseum, in dem sich alles um die Forstwirtschaft und die Holzverarbeitung dreht. Die Mine in Folldal war gut 200 Jahr in Betrieb und wurde 1941 geschlossen. Die Gemeinde besteht aus rund 70 Gebäuden besteht, die noch so aussehen wie zur Schließung der Mine. Auch Teile der Mine können besichtigt werden.

Eine Kongsvinger Festung wurde zwischen 1673 und 1784 erbaut. Sie liegt am Westufer der Glomma und besteht aus mehreren Gebäuden, die von den Festungsmauern umgeben sind. Man kann an einer geführten Tour teilnehmen oder die Anlage auf dem Festungspfad umrunden.

Bild: Terje Borud – Visitnorway.com