Ferien in Hamar – Norwegens Highlight im Süden

Sie ist von der Hauptstadt nur einen Katzensprung entfernt: Gleich nördlich von Oslo präsentiert die Region Hamar Norwegens Geschichte und Kultur gleichsam zum Anfassen – kulturell, landschaftlich und historisch. Und der beliebte Mjösasee ist der besondere Trumpf.

Geschichte zum Anfassen und Erleben

Die Region am größten Binnensee des Landes war schon immer bedeutsam. Von frühgeschichtlichen Zeiten über das Mittelalter bis in die jüngere Geschichte existierten hier – an der Kreuzung wichtiger Verkehrswege – Zentren weltlicher und religiöser Macht. Riesige Grabhügel stammen aus einer Epoche, in der sich die Menschen zum Thing trafen und politische Entscheidungen fällten. Doch auch die etablierte Kirche musste wechselvolle Zeiten durchstehen – 1152 zum Bischofssitz erklärt, verlor die Stadt Hamar ihre Domkirche 1567 durch einen schwedischen Angriff. Heute mahnen ihre Ruinen auf einer Landzunge im Mjösasee – inzwischen von Europas größter Glaskonstruktion geschützt – die Menschen, ihre Streitigkeiten friedlich beizulegen.

Und so geht es – wie überall in Norwegen – heutzutage natürlich auch in der gesamten Region Hamar sehr friedlich zu. Und die Menschen freuen sich, wenn Gäste kommen, um hier erlebnisreiche Tage zu verleben. Die 30.000-Einwohner-Stadt am Ostufer des Mjösasees ist ein perfekter Standort, um die reichhaltige Kultur der Region zu erkunden, aber auch die umliegenden Orte verfügen über Hotels und Pensionen, und der Urlaub auf einem Bauerngehöft ist ebenfalls eine schöne Option.

Historische Erkundungen in Hamar, Norwegen

Funde aus der Wikingerzeit gefällig? Die gibt es bei Stangebyen, das schon in alten Sagas eine Rolle spielt. In Löten verraten Funde aus vorgeschichtlicher Zeit, dass die Menschen auch damals viel Handel trieben. Diese und weitere Hintergründe werden im Hedmarks-Museum ausführlicher dargestellt: Mit mehr als 60 historischen Gebäuden direkt bei den Ruinen der Kathedrale von Hamar bildet es eines der größten Mittelalter-Museen des Landes. Klar, dass Hamar in Norwegen alljährlich neben seinem Musik- auch ein Mittelalter-Festival veranstaltet.

Mögen Sie es ein wenig moderner? Dann lockt der Besuch im norwegischen Eisenbahnmuseum, das mit seinen vielen Aktivitäten vor allem bei Kindern beliebt ist. Mit schwierigeren Zeiten macht das norwegische Auswanderermuseum bekannt und erklärt die Gründe, warum einst viele Menschen dieses Land verließen. Von früherer harter Arbeit künden auch die zum Museum umgewandelte Glasbläserei in Magnor und die von 1748 bis 1941 betriebene Mine von Folldal, die als Industriedenkmal unverändert erhalten ist.

Kunstfreunde sollten sich das Edvard-Munch-Museum in dessen Geburtsort Löten nicht entgehen lassen, Sportfreunde bekommen in der Wikingerschiff-Arena in Hamar eine Idee von den olympischen Winterspielen in Lillehammer, für die dieser Austragungsort gebaut wurde.

Wasser – die Seele von Hamar in Norwegen

Doch was wäre die Region ohne Wasser, ohne den Mjösa – Norwegens beliebtesten Binnensee? Schon in Hamar können Kinder im Erholungsgebiet „Koigen“ baden und am Strand spielen, auch generell stehen Aktivitäten am und im Wasser hoch im Kurs. Der See lockt nicht nur mit seinen 21 Fischarten viele Freizeitangler an, er wartet zusätzlich mit besonderen Trümpfen: Man kann auf seinem Wasser hervorragend Kajak fahren, und ein absoluter Höhepunkt jeder Reise nach Hamar in Norwegen ist die Fahrt mit dem „Skibladner“, einem Dampfschiff, das seit 1856 regelmäßig auf dem See verkehrt.

Kennen Sie eine schönere Art, die vorbeiziehende Landschaft und das sonnenglitzernde Wasser zu genießen?

Bild: Bild: Oplandske Dampskibsselskap. Fotograf: Brynjar Eidstuen