Typisch Norwegen: Helgeland

Ganz lapidar steht es da, wenn man unter „Helgeland“ bei Wikipedia nachschaut: „Die Region hat ungefähr 15.000 Inseln.“ Rechnet man dann noch die spektakuläre Küste und das gebirgige Landesinnere dazu, weiß man sofort: Die Region Helgeland gleich unterhalb des Polarkreises bietet vielfältige Natur in Hülle und Fülle – typisch norwegisch.

Norwegen in Helgeland erfahren

Inseln, das verrät Helgelands Lage an der Küste. Küstenlage aber bedeutet in diesem Fall noch etwas Besonderes: Statt mit Flugzeug, Bahn oder dem eigenen Auto kann man auch mit einem Schiff der Hurtigruten anreisen und seine Tour hierher von Anfang an einen maritimen Einstieg geben. Was sich nach dem von Bord gehen in Brönnöysund oder Sandnessjøen auch ganz stilgetreu weiterführen lässt: Überall sind Küste und Inseln gut zugänglich. Sehr reizvoll ist es, sich mit dem Fahrrad und den lokalen Fähren von Insel zu Insel fortzubewegen; überall findet man eine gute Infrastruktur mit Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten vor.

Doch ob auf zwei oder doch auf vier Rädern – auf einer Fahrt entlang des Kystriksvejen, der Nationalstraße 17, lernt man Helgelands seezugewandte Seite eindrucksvoll kennen. Vor allem die Inseln Ylvingen und Vegaöyan mit ihren kleinen Dörfern und vielfältiger Tierwelt – sie sind zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt – sollten bei keinem Trip nach Norwegen und Helgeland fehlen. Und wer hinaus will auf Wasser, findet ganz einfach Gelegenheiten, ein Seekajak zu mieten: Norwegens Inseln von der Wasserseite aus zu erleben, hat seinen ganz eigenen Reiz.

Der besteht unter anderem darin, die „Sieben Schwestern“ zu erleben, sieben Berggipfel direkt an der See bei Sandnessjøen, aufgereiht wie auf einer Perlenkette. Landeinwärts ist der Berg Torghatten für sein großes Loch mitten in der Felswand berühmt.

Je weiter man sich von der See Richtung Osten begibt, desto stärker ändert sich der Charakter der Landschaft – von sanften, fast lieblichen hügeligen Wiesen und Weiden über große, seenreiche Waldregionen (Angeln! Wandern!) bis hin zu eindrucksvollen Gebirgsformationen, die erklettert werden wollen. Im nördlich gelegenen Felsmassiv Saltfjellet schiebt sich der Svartisen zentimeterweise Richtung Tal – Norwegens zweitgrößter Gletscher. Auch das bis zu 1900 Meter hohe Felsmassiv Okstindan hat eindrucksvolle Gletscher mit mächtigen Eisschichten zu bieten. Und wer nicht nur die Küste, sondern auch das Landesinnere von Helgeland per Mountainbike erkunden will, findet auf dem Villmarksveien spektakuläre, aber auch herausfordernde Passagen.

Kultur und Kulinarik

Doch bei so viel Optionen, seinen Urlaub in der Natur zu verbringen, muss die Kultur nicht zu kurz kommen – und im Sommer kann man sie live erleben: Mosjøen ist im Juli Schauplatz des Kunstfestivals „Galleria“, das aber nicht in einer großen Halle, sondern in vielen kleinen idyllischen Holzhäuschen stattfindet. Brönnöysund lockt im Juli mit seinem Rootsfestival, Hemnes lädt im August zum internationalen Jazzfestival.

Und Helgeland zeigt auch stolz seine Geschichte: Sogar wer ganz auf eigene Faust unterwegs ist, stößt überall auf historische Gebäude, jahrhundertealte Kirchen und besonders geschichtsträchtige Gehöfte. Lokale Museen erläutern das jeweilige historische und kulturelle Erbe von der Wikingerzeit bis zur jüngsten Vergangenheit.

Bei diesen unübersehbar vielfältigen Optionen, sich eine norwegische Region zu Fuß, per Rad oder Boot aktiv zu erschließen und seine Kultur zu erleben, darf natürlich ein Aspekt nicht fehlen: gutes Essen. Und das findet man in Helgeland überall. Logisch, dass frischer Fisch und Seafood angeboten und auf traditionelle wie auch modern-kreative Weise zubereitet werden. Daneben gibt es ein reichhaltiges Angebot von Fleisch und Gemüse, oft nach regionaltypischen Rezepten gekocht.

Begegnen Sie Norwegen in Helgeland auf besonders eindrucksvolle Weise – und das mit allen Sinnen!

Bild: Terje Rakke/Nordic life – Visitnorway.com