Nordnorwegen: Wo die Sonne nicht untergeht

Manche Tage enden nie – vor allem in Nordnorwegen. Am Nordkap scheint die Sonne von Mitte Mai bis Ende Juli ununterbrochen.

Bjarne Riesto - Visitnorway.com

Bjarne Riesto – Visitnorway.com

Willkommen im Land der Mitternachtssonne! Wie wäre es mit einer späten Runde Golf auf dem nördlichsten 18-Loch-Platz der Welt in Tromsø? Abschlag elf Uhr abends. Oder einer nächtlichen Kajaktour vor der Küste auf dem spiegelglatten, in leuchtend-goldenes Licht getauchten Nordmeer? Vielleicht wollen Sie lieber einfach nur draußen sitzen und mit den Einheimischen plaudern? Kein Problem: In Nordnorwegen können die meisten Leute Englisch. Das gilt auch für die Samen, die Ureinwohner, die in der Finnmark ihre traditionellen Zelte errichtet haben und mit den riesigen Rentierherden durch das kaum besiedelte – 1,5 Einwohner pro Quadratkilometer! – Land ziehen. Im Herbst und Winter, vor allem im Oktober, Februar und März, zaubert das Polarlicht einen bizarren Farbreigen an den Nachthimmel.

Die Tierwelt in Nordnorwegen

Mehr Rentiere als Menschen: Die Hirsche mit dem ausladenden Geweih stellen in Nordnorwegen Sehenswürdigkeiten ersten Ranges dar. Doch nicht nur in der weiten Tundra am nördlichen Polarkreis gibt es Naturerlebnis pur. Vor der Inselgruppe Vesterålen lassen sich Wale jeder Größe beobachten. Die tintenfischreichen Gewässer locken nicht nur Delfine, Orcas und Grindwale an, sondern vor allem auch die gewaltigen Pottwale. Diese größten Zahnwale können bis zu 3000 Meter tief tauchen. Aus geringeren Tiefen holen Taucher die für ihre Art nicht minder gewaltigen Königskrabben aus der kalten See. Prachtexemplare bringen schon einmal 15 Kilogramm auf die Waage, und wer einen Tauchschein hat, kann sich vor Ort die Ausrüstung leihen, um sein Abendessen selbst zu holen.

Bis zum Nordkap durch Nordnorwegen

Die Europastraße 69 immer geradeaus, ganz am Ende durch den knapp sieben Kilometer langen Nordkaptunnel, der an seiner tiefsten Stelle 212 Meter unter dem Meeresspiegel verläuft, zur Insel Magerøya: Weiter nördlich kommt man in Europa mit dem Auto nicht mehr. Die Strecke zieht sich, von Oslo sind es laut Reiseführer Nordnorwegen fast 2000 Straßenkilometer. Ausgesprochen lohnend ist unterwegs ein Abstecher zu den Lofoten, noch heute das Zentrum der Stockfischindustrie, die den im Frühjahr gefangenen Kabeljau zum Trocknen auf großen Holzgerüsten in die Sonne stellt. Wer es beschaulich mag, kann oft sogar direkt aus dem Ferienhaus die Angel ins Wasser halten und fischen, ohne das Domizil verlassen zu müssen.
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