Ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger: Der Jotunheimen-Nationalpark in Norwegen

Der Jotunheimen-Nationalpark liegt zwischen Oslo, Bergen und Trondheim im höchsten Gebirge Skandinaviens. Jotunheimen – der Name bedeutet „Heim der Riesen“ – hat eine Gesamtfläche von 3500 Quadratkilometern; der touristisch erschlossene Nationalpark ist 1140 Quadratkilometer groß und umfasst das Herzstück des Gebirges. Norwegens höchster Nationalpark begeistert Urlauber durch schroffe Gipfel, grüne Täler, glänzende Bergseen, Gletscher und rauschende Wasserfälle. In Jotunheimen zu wandern ist das pure Outdoor-Vergnügen.

Jontunheimen ist das Gebirge Nordeuropas mit den meisten Zweitausendern. Die höchsten Berge sind der Galdhøpiggen (2469 Meter), der Glittertind (2464 Meter) und der Skagastølstind (2405 Meter). Der Jontunheimen-Nationalpark ist eines der beliebtesten und eindrucksvollsten Wandergebiete Norwegens und bietet von kürzeren Wanderungen und Tagesausflügen bis zu mehrtägigen Touren von Hütte zu Hütte für jeden etwas. Zudem ist es beliebt bei Lang- und Skiläufern, Mountainbikern und Bergsteigern. Auch Gletscherwandern, Rafting, Kanutouren und Pferdeausritte gehören zu den in Jontunheimen beliebten Aktivitäten. Vor Ort erkunden Sie die Gegend zwar am besten zu Fuß, auf Skiern oder mit dem Fahrrad, es gibt aber natürlich auch viele Straßen, die Sie mit dem Auto befahren können. So gehört beispielsweise die landschaftlich überwältigende Sognefjellstraße (Fv55), mit 1434 Metern Nordeuropas höchste Passstraße, zu einer von Norwegens vier Landschaftsrouten. Empfehlenswert ist auch eine Bootsfahrt über den Bygden-See nach Bygdin, Torfinnsbu und Eidsbugarden – Orte, von denen aus herrliche Wanderungen möglich sind. Zwischen Memurubu, Gjendebu und Gjendesheim verkehren die Gjende Boote – die Mitnahme von Rädern ist erlaubt.

Der Besseggen-Grat: Im Jotunheimen-Nationalpark wandern

Eine der berühmtesten Wanderrouten Norwegens ist der schmale Besseggen-Grat im Jotunheimen-Nationalpark. Er führt von Memurubu nach Gjendesheim (oder umgekehrt) und wird jährlich von etwa 30.000 Wanderern besucht. Eine Tour dauert, je nach Geschwindigkeit, sechs bis acht Stunden. In Richtung Süden bietet sich ein herrlicher Blick über den smaragdfarbenen Gjende See (984 Meter über dem Meeresspiegel), nach Norden auf den fast schwarzen See Bessvatnet (1.373 Meter über dem Meeresspiegel), von einem schmalen Felsrücken lässt sich das beeindruckende Naturschauspiel in seiner Gänze betrachten. Im Winter ist der Weg schwer zu begehen und nur gut ausgerüsteten und erfahrenen Wanderern zu empfehlen.

Übernachten im Jotunheimen-Nationalpark

Der Jotunheimen-Nationalpark bietet zahlreiche Hotels, Pensionen und Hütten. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich nicht nur in den Ortschaften, sondern auch weit oben in den Bergen. Manche Bauernhöfe bieten ebenfalls Zimmer an, die meisten servieren auch Mahlzeiten. Reisende, die mit dem Zelt, per Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs sind, können auf einem der 20 Campingplätze der Region übernachten. Größe und Qualität der Plätze sind unterschiedlich, sie alle bieten jedoch die nötigen sanitären Anlagen.

Foto: Chris Arnesen – Visitnorway.com