Skifahren in Norwegen: Weite Pisten, kurze Wege

Ob Ski oder Snowboard, Familie oder Freestyler, Anfänger oder Könner – beim Skifahren in Norwegen findet jeder Wintersportler seinen Lieblingsort. Moderne Anlagen und Schnee von Oktober bis April garantieren das Wintervergnügen.

Katja Seizinger und Markus Wasmeier stehen für die erfolgreichste Zeit im deutschen Alpinsport. Goldmedaillen haben die beiden in Lillehammer geholt, 1994 Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Im Skigebiet Kvitfjell kann sich noch heute jedermann mit Mut und Können auf der Piste Olympiabakken abfahren, auf der „Wasi“ Super-G und Riesenslalom gewann, und ein Stück Sportgeschichte nachempfinden.

Ideal zum Skifahren: Norwegen im Winter

Obwohl die Skipisten in Norwegen deutlich niedriger gelegen sind als in den Alpen, fällt dort mehr Schnee, der auch länger liegen bleibt. Von Anfang Oktober bis Ende April sind Lifte in Betrieb – zum Beispiel in Trysil, dem größten Skigebiet des Landes. Dort bringen 31 Aufstiegshilfen Wintersportler zu 66 Pisten. Der Weg zur Liftstation ist selten weit. Vier von fünf Gästequartieren stehen in Trysil mitten im Skigebiet. Die Wartezeiten an den Liften sind minimal, dafür ist das Skifahren in Norwegen ohnehin bekannt. Viel Platz gibt es dort und oft die Gelegenheit, abseits der präparierten Strecken abzufahren – wie etwa in Hemsedal oder Myrkdalen. Besonders reizvoll sind auch die Ausblicke in den von spektakulärer Landschaft geprägten Skigebieten entlang der Fjorde wie in Voss. Mancherorts ist die Abfahrt vom Gipfel bis zum Fjordufer möglich.

Familie, Funparks, Après-Ski

Der Skiurlaub in Norwegen bietet nicht nur gepflegte Pisten, die bei Bedarf beschneit werden, sondern auch ausreichend Infrastruktur, um viele Urlaubsinteressen unter einen Hut zu bringen. Kinderskischulen und -lifte, Funparks für Anfänger und Könner sowie ausreichend Berghütten stehen in allen größeren Skigebieten zur Verfügung. Um in den langen Polarnächten auf genügend Skistunden zu kommen, wird an vielen Pisten zum Einbruch der Dunkelheit das Flutlicht eingeschaltet. Insgesamt erinnert beim Skifahren in Norwegen vieles an die Alpen. Womit Italien, Frankreich, die Schweiz und Österreich jedoch nicht aufwarten können: Auf den Lofoten in Nordnorwegen ziehen die Tourenfahrer mit dem Schlauchboot von Insel zu Insel und erklimmen die Berge zu Fuß, um dann in möglichst unberührtem Schnee abzufahren. Echt abgefahren.

Bild: Svein-Petter Aagård/Visitnorway.com