Norwegen: Inseln für jeden Geschmack

Rekordverdächtige 150.000 Inseln gehören zu Norwegen. Und auch wenn dabei unbewohnte Mini-Archipel mitgezählt werden – ganz leicht ist es nicht, sich auf die fünf schönsten und/oder interessantesten norwegischen Inseln festzulegen. Wir haben es trotzdem gewagt. Viel Spaß beim Lesen und Vergleichen!

Norwegens Inseln: Die Lofoten

Insgesamt 80 Inseln machen die Lofoten aus, Norwegens wohl berühmteste Inselgruppe. Vor allem im Frühsommer, wenn nördlich des Polarkreises die Mitternachtssonne scheint, kommen viele Touristen. Auch Kreuzfahrtschiffe fahren die Stars unter Norwegens Inseln regelmäßig an. Doch davon abgesehen findet man auf den Lofoten vor allem Ruhe, Abgeschiedenheit – und eine Landschaft von karger Schönheit. Die Nähe von Meer und Bergen, dazu gelegentliche Sandstrände, das ist zutiefst beeindruckend. Viele der Inseln sind mit Brücken und Tunneln verbunden, man kann bis zum Örtchen mit dem schönen Namen Å durchfahren. Eine Besonderheit dort: das weltweit einzige Stockfischmuseum!

Norwegens Inseln: Magerøya

Fast so berühmt wie die Lofoten ist Norwegens Insel Magerøya, ein karger Ort, der von Touristen hauptsächlich besucht wird, weil sich hier das Nordkap befindet. Zwar ist das Nordkap nicht, wie viele glauben, der nördlichste Punkt Europas – diesen Titel kann Kinnarodden auf der Halbinsel Nordkinn für sich in Anspruch nehmen –, dem Touristenstrom tut das keinen Abbruch: Bis zu 200.000 Menschen besuchen in jedem Jahr das Nordkap, darunter viele Kreuzfahrer.

Norwegens Inseln: Grip

Vor Kristiansund liegt die Inselgruppe Grip, die aus einer Hauptinsel und vielen unbewohnten Felsen besteht, die keck aus dem Meer ragen. Grip wirkt mit seinen bunten Häuschen wie eine norwegische Musterinsel, allerdings: Hier lebt niemand mehr. Die letzten Einwohner verließen die Insel bereits vor vielen Jahren. Seitdem gehört Grip weitgehend den Touristen, bis zu 300 im Jahr sollen es sein. Diese Zahl macht klar, was die Menschen hier nicht suchen: Trubel und Action. Hierher kommt man, weil man die Natur spüren will und um inneren Frieden zu finden – auch in der schlichten Stabkirche aus dem 14. Jahrhundert. Ein Kleinod, von denen es in der globalisierten Welt nicht mehr viele gibt.

Norwegens Inseln: Andøya (Sandstrand)

Auch hier wird Besuchern ein Spektakel geboten – wenn sie nach Natur pur suchen. Steil ragen die Felsen unmittelbar an der Küste auf. Endlose Sandstrände findet man hier ebenso wie Norwegens größte Sümpfe – der Torfabbau ist eine der Haupteinnahmequellen der Insulaner. Gerühmt werden an Norwegens zehntgrößter Insel auch die schier unerschöpflichen Vorräte an den seltenen Moltebeeren, die hier wachsen und gedeihen wie nirgendwo sonst. Skurril: Auf der Insel befindet sich ebenfalls eine Raketenabschussstation. Bereits mehr als 700 Raketen wurden von hier für Forschungszwecke gestartet.

Norwegens Inseln: Senja

Nicht fehlen darf beim „Islandhopping“ in Norwegen die Insel Senja, die wie kaum eine andere dafür geeignet ist, im Sommer die Mitternachtssonne und im Winter die Nordlichter zu beobachten. Das liegt an ihrer exponierten Lage im Eismeer, aber auch an einer guten Infrastruktur: In vielen Orten auf der Insel werden teilweise sehr schöne Zimmer und Apartments vermietet. Sogar in alten Fischerhütten kann man hier unterkommen. Zu den zahlreichen Aktivitäten, die auf Senja angeboten werden, gehören Angel- und Kajakausflüge. Kinder hingegen werden „Senja Troll“ und „The Troll’s Wife“ lieben, zwei riesige Trolle, die in ihrem Inneren so manche Überraschung verbergen. Der männliche Troll hat es mit einer Größe von 17,96 Metern (im Sitzen!) sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft.

Der Besuch norwegischer Inseln ist Teil vieler Rundreisen. Attraktive Angebote finden Sie auch bei TUI Wolters.

Bild: Mattias Fredriksson Photography AB – Visitnorway.com