Landschaftsroute Senja – Fjorde und Fischerdörfer

Kurvenreiche Straßen entlang der Fjorde – das zeichnet die Norwegische Landschaftsroute Senja aus. Sie ist zwar nur 102 Kilometer lang, doch angesichts der engen Straßen und der vielen aufregenden Aussichtspunkte kann man hier auch viel Zeit verbringen.

Senja ist eine Insel, die zur Region Troms gehört. Sie liegt etwa 350 Kilometer nördlich des Polarkreises, hat aber durch den Golfstrom ein vergleichbar mildes Klima. Während die zum Festland liegende Ostseite der Insel von ruhigen Hügeln und Feldern geprägt ist, sind zerklüftete Fjorde das prominente Merkmal der Seeseite im Westen. Hier führt die Landschaftsroute Senja fjordein- und fjordauswärts und bietet immer wieder neue dramatische Perspektiven.

Senja – Eine luftige Aussichtsplattform und ein dreieckiges Klohäuschen

Der schönste Aussichtspunkt der Route liegt in Bergbotn: An einer Kurve der Küstenstraße findet sich ein kleiner Parkplatz, von dem man auf eine hölzerne, 44 Meter lange Plattform gelangt. Von hier hat man einen sensationellen Blick über den Ort und den Bergsfjord. Bergsbotn ist eines der vielen kleinen Fischerdörfchen, die in den geschützten Ecken der Fjordufer liegen.

Etwas weniger gut geschützt liegt das Dorf Husøy auf der gleichnamigen Insel im Øyfjord. Die ältesten Häuser sind mit Tauen festgezurrt, um Stürmen und Wind zu trotzen. Früher erreichte man Husøy nur mit dem Boot, heute kommt durch einen Tunnel auf die Insel.

Etwas weiter südlich erreicht man den Rastplatz Tungeneset – auf einer Landzunge zwischen Steinfjord und Ersfjord. Hier gelangt man über einen langen Holzsteg die Klippen hinunter zum Meeresufer und hat einen wunderbaren Blick auf das Gebirgsmassiv Okshornan.

Am Ende des Ersfjords liegt ein feinkörniger, weißer Sandstrand, der, wären nicht die umliegenden schroffen Felsen, auch gut in die Südsee passen würde. Besonders ausgefallen wirkt das Toilettenhäuschen in dieser Umgebung: Es ist dreieckig und hat eine goldfarbene Außenverkleidung.

Die Landschaftsroute Senja mit anderen Strecken kombinieren

Die Insel Senja erreicht man über eine Brücke über den Gisund oder per Boot von Andenes oder Brensholmen. Beide Fähren verkehren allerdings nur im Sommer. Die Schiffsverbindungen von Harstad und Tromsø sind ganzjährig in Betrieb.

Wer von Senja nach Andenes übersetzt, kann die Strecke auf der Insel sehr gut mit zwei weiteren Landschaftsrouten, Antoya und Lofoten, kombinieren.

Bild: C.H. – Visitnorway.com