Landschaftroute Gaularfjellet – Serpentinen und Wasserfälle

Die Bergregion Gaularfjellet gehört nicht zu den prominenten Touristenattraktionen in Norwegen, was sie aber nicht weniger reizvoll macht. Im Gegenteil, die Norwegische Landschaftsroute Gaularfjellet ist nicht so überlaufen wie andere Ziele und bietet doch spektakuläre Landschaften, eine spannende Streckenführung und vor allem viele Wasserfälle.

Durch das Gaularfjellet nicht nur fahren, sondern auch wandern

Bereits 1853 wurde eine Straße durch die Gebirgszüge des Gaularfjellet von Norwegens Behörden geplant. Doch es dauert bis 1938, bevor die Straße schließlich gebaut und eröffnet war. Lange war sie eine wichtige Verkehrsader, aber heute ist die Landschaftsroute eine wenig befahrene Nebenstrecke – optimal für entspanntes Reisen. Start ist in Dagsvik am Sognefjord, und die Fahrt führt zunächst den Fjord entlang, bevor es in die Berge geht. Zum höchsten Punkt der Strecke, den 784 Meter hohen Aussichtspunkt Utsikten, gelangt man über eindrucksvolle Serpentinen, deren Verlauf man von oben dann hervorragend nachverfolgen kann.

Die Landschaftsroute Gaularfjellet ist aber nicht nur dazu geeignet, die Kurvenlage des Wagens zu testen. Hat man den Pass hinter sich gelassen, folgt die Straße dem Lauf des Gaularvassdraget, einem unter Naturschutz stehenden Fluss. Der fließt über Abschnitte ruhig und idyllisch dahin, um dann wieder durch Stromschnellen und über Wasserfälle zu donnern. Wasserfälle sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Route, und man sollte sich Zeit für eine Wanderung nehmen. Von Nystølen bis Eldal führt ein zusammenhängender, gut 25 Kilometer langer Wasserfallweg, der Fossestien, zu 14 Wasserfällen und sechs Gewässern. Er kann auch in Teilen begangen werden, aber die Brücke über den Wasserfall Likholefossen sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Sie gilt als der Höhepunkt des Wegs, und man ist den tosenden Wassermaßen eindrucksvoll nah.

Eine Kapelle und noch ein Wasserfall

Am See Viksdalsnet teilt sich die Route. Richtung Sande kommt man an einer Landzunge zwischen dem See und dem Hestadfjord an der Kapelle Hestad vorbei. Die Holzkirche und die Umgebung sind geschützt. Bereits 1327 stand hier eine Stabkirche, die 1805 durch die heutige Kapelle ersetzt wurde. Für die Kapelle wurden auch Teile des Holzes der alten Stabkirche verwendet.

Folgt man der Route an der Kreuzung in Richtung Moskog, erwartet einen mit dem Vallestadfossen ein weiterer Wasserfall. Er fällt wunderschön über mehrere Stufen rund 90 Meter tief.

Die Landschaftroute Gaularfjellet ist 114 Kilometer lang, und Teile sind im Winter gesperrt.

Bild: C.H. – Visitnorway.com