Kystriksveien – Norwegen sanft und spektakulär

Was für eine Strecke: 650 Kilometer zieht sich die Reichsstraße 73 entlang der norwegischen Westküste – und öffnet ein spektakuläres Bilderbuch von Landschaften, Orten, Wasser- und Inselwelten. Der Ksytriksveien gilt als eine der großartigsten Panoramastrecken Europas.

Kystriksveien: Norwegens Traumstraße

Auf einer Fahrt durch die westliche Küsten- und Inselwelt begegnet man den Norwegern gleichsam daheim und privat: Nachdem der Kystriksveien die Stadt Steinkjer mit dem zentralen Info-Zentrum verlassen hat, führt die Straße durch viele kleine Ortschaften, in denen man norwegisches Alltagsleben erleben kann. Die Menschen gehen ihrer Beschäftigung nach, Handwerker fahren durch die Straßen, Kinder gehen zur Schule, Fischer und Bauern liefern frische Ware in Geschäfte und auf die Märkte – näher und privater kann man die Norweger kaum kennenlernen.

Lassen Sie sich treiben: Im Wechsel aus atemberaubenden Küstenpanoramen und sehenswerten Orten wie Namsos oder Rørvik sollte man keinen engen Zeitplan haben. Denn jeder Ort lädt zu einem Zwischenstopp ein und wartet mit kleinen Entdeckungen auf. Doch auch die Naturschönheiten wollen ausgiebig erlebt werden – vom Saltstraumen bei Bodø mit seinem gewaltigen Tidenhub über den Gletscher Svartisen bis zum Berg Torghatten bei Brønnøsund. Das scheinbar unberührte Vega-Archipel – ein UNESCO-Welterbe – ist unbedingt einen Abstecher wert. Aber auch wer auf der eigentlichen Strecke bleibt, erlebt vielfältige Eindrücke.

Mitternachtssonne per Fahrrad

Kurz hinter Kilboghamn überquert man den Polarkreis, und wer im Sommer einen Abstecher auf die Insel Dønna macht, kann an deren Nordspitze ein atemberaubendes Panorama unter der Mitternachtssonne erleben. Die vielen kleinen örtliche Museen sowie das „Norwegische Küstenkulturmuseum“ in Rørvik oder das „Norwegische Luftfahrtmuseum“ in Bodø geben vertiefte Einblicke in Kultur und Geschichte des Landes.

Die meisten Individualreisenden erkunden den Kystriksveien auf eigene Faust per Auto. Doch auch das Fahrrad wird immer beliebter, um diese eindrucksvolle Küstenstraße zu erleben – die gesamte, zumeist auf Meeresspiegelniveau verlaufende Strecke bis hinauf nach Bodø lässt sich gut innerhalb von zehn Tagen bewältigen. Fahrräder können in allen größeren Orten ausgeliehen werden. Und wer einen Fahrplan der Fähren einsteckt, kann auch den Wasserweg optimal einplanen.

Einmal erleben – öfter erleben

Irgendwann ist in Bodø unweigerlich der Endpunkt des touristisch gut erschlossenen Kystriksveien erreicht – schade. Doch es gibt nicht wenige Individualreisende, die die RV 17 (auch VF 17) genannte Strecke gern wiederholt befahren – denn ursprünglicher und gastfreundlicher kann man Norwegen kaum erleben.

Bild: CH – Visitnorway.com