Die Atlantikstraße – eine der schönsten Straßen der Welt

Sie ist kaum länger als acht Kilometer. Trotzdem zählt die Atlantikstraße unter Touristen und Experten zu den spektakulärsten Autostrecken der Welt. Lesen Sie hier, warum das so ist, wie Sie hinkommen und was es zu beachten gilt.

Weit draußen am Ozean liegt die Atlantikstraße

Sie finden die Atlantikstraße in Norwegens Provinz Møre og Romsdal, zwischen den Städten Molde im Süden sowie Kristiansund im Norden. Wenn es in Ihre Reiseplanung mit dem Auto passt, sollten Sie in Molde starten und über die Reichsstraße 64 fahren. Nach knapp einer Stunde Fahrt erreichen Sie kurz hinter dem Örtchen Vevang die eigentliche Atlantikstraße. Doch macht den Zauber dieser Atlanterhavsveien, wie sie auf Norwegisch heißt, eigentlich aus?
Sie ist 8274 Meter lang und verbindet Vevang und Kårvåg, das zur Kommune Averøy gehört. Das Besondere an dieser kurzen Strecke: Sie schlängelt sich über kleinste Inseln (sogenannte Holme), Steinaufschüttungen und acht Brücken über die offene See. Gleich die erste Brücke ist mit 23 Metern die höchste und mit 260 Metern auch die längste. Die geschwungene Storseisund-Brücke ist zudem eines der bekanntesten Fotomotive in Norwegen. Kommen Sie aber nicht auf die Idee, oben anzuhalten, um zu fotografieren. Oft sitzt Ihnen schon jemand „im Nacken“ – und ein Passieren ist bei regem Gegenverkehr eher ausgeschlossen.

Von Insel zu Insel wieder ans Festland

Nehmen Sie sich Zeit, nutzen Sie die vielen Rast- und Aussichtsplätze an der Strecke, auf denen Sie auch ganz in Ruhe fotografieren können. Viele Besucher, aber auch Einheimische nutzen die Lage der Atlantikstraße zum Angeln. Achten Sie dabei bitte auf die ausgewiesenen Plätze und klettern Sie nicht über Absperrungen. Das Meer ist hier am Ausgang eines Fjords sehr rau und auch ohne Vorankündigung sehr stürmisch. Beim Gezeitenwechsel treten außerdem starke Strömungen auf.

Eine kurze Geschichte der Atlantikstraße

Ursprünglich sollte die Atlantikstraße eine Eisenbahnstrecke werden, dann passierte lange nichts. Erst im Juli 1989 wurde sie eröffnet. Um die Baukosten zu begleichen, war zehn Jahre lang eine Maut für die Benutzung der Brücke fällig. Seit rund 15 Jahren ist das „norwegische Bauwerk des Jahrhunderts“ aber ohne Gebühren befahrbar.
Wenn Sie nach der Passage der Atlantikstraße weiter Richtung Kristiansund fahren, müssen Sie kurz vor dieser Stadt durch den mehr als fünf Kilometer langen, beeindruckenden und erst 2009 eröffneten Atlantiktunnel fahren. Dieser ist allerdings immer noch mautpflichtig, mit 90 Norwegischen Kronen (rund 10 Euro) müssen Sie rechnen.
Angebote für Rundreisen, die die Atlantikstraße einbinden, finden Sie unter anderem bei TUI Wolters.

Bild: CH – Visitnorway.com