Aktivurlaub in idyllischer Natur: Auf Radtour in Norwegen

Eine Radtour in Norwegen, das heißt: Auf zumeist wenig befahrenen Straßen die Stille einer beeindruckenden Natur hautnah zu erleben, Geschichte und Kultur des Landes kennenzulernen, bei Zwischenstopps kulinarische Spezialitäten zu kosten – und ab und zu auch kräftig in die Pedalen treten zu müssen.

In Norwegen gibt es ein ganzes Netz aus nationalen Fahrradrouten, sie ziehen sich kreuz und quer durchs ganze Land und meiden dabei zumeist stärker befahrene Straßen. Die Strecken führen durch eine höchst abwechslungsreiche, aber immer zauberhafte Natur, die mit tiefen Fjorden wie mit spektakulären Wasserfällen, mit sanften Hügeln wie mit steilen Bergen aufwartet. Die Routen sind zudem so geplant, dass sie viele historische und kulturelle Stätten sowie malerische Ortschaften kreuzen – Radfahren in Norwegen bedeutet so auch immer ein Kennenlernen von Land und Leuten. Die beste Zeit für eine Radtour in Norwegen ist von Juni bis August, der norwegische Sommer zeigt sich angenehmem warm, aber nicht brütend heiß. In weiten Teilen des Landes sorgt die Mitternachtssonne in den Monaten Juni und Juli dafür, dass es im Süden des Landes bis zu 20 Stunden und im Norden sogar bis zu 24 Stunden am Tag hell ist – für eine Radreise bietet Norwegen dann optimale Bedingungen.

Entspannte Radtour durch Norwegen: Die Kystriksveien-Route

In Norwegen ist eine Radtour oft eine schweißtreibende Angelegenheit, bei der in hügeligem bis bergigem Gelände ordentlich in die Pedale getreten werden muss. Es gibt aber auch entspannte und familienfreundlichen Routen. Wer es lieber etwas ruhiger angehen lässt, für den empfiehlt sich eine Tour über die Küstenstraße Kystriksveien. Der nördliche Abschnitt der Nationalstraße 17, der Küstenstraße, führt über eine Distanz von 310 Kilometern von Bodø nach Sandnessjøen. Dieser Teil der Kystriksveien gilt als die schönste Küstenroute Norwegens überhaupt, ist gesäumt von zerklüfteten Felsmassiven, Meeresarmen, Sandstränden und Tausenden kleinen Inseln sowie von mittelalterlichen Kirchen und malerischen Dörfern. Wer möchte, kann auf der Panoramastraße seine Radtour durch Norwegen fortführen und die restlichen von kaum weniger spektakulären Aussichten gespickten 350 Kilometer der Kystriksveien-Route bis zum Ort Steinkjer absolvieren.

Wenn es etwas fordernder sein darf: Die Troll-Route

Schon etwas anspruchsvoller ist die sogenannte Troll-Route, die sich über eine Länge von 135 Kilometern von Ringebu nach Lillehammer erstreckt und in die östliche Flanke des Tals Gudbrandsdalen führt. Das „Tal der Täler“ ist die Heimstatt zahlreicher Fabelwesen, die in norwegischen Sagen und Märchen überliefert worden sind. Die Tour geht hauptsächlich über Kiesstraßen und Feldwege, der Untergrund ist teilweise holperig. Wer sich den steilen Anstieg über einen langgezogenen Hügel zum Auftakt der Route sparen möchte, lässt sich mit seinem Rad bis in die Nähe des Ortes Skotten kutschieren und startet von dort aus. Die restliche Strecke ist mittelschwer, man radelt vorbei an Feldern, Molkereien, Wäldern und Bergregionen – und begegnet dabei zumeist keinem einzigen Auto. Man erlebt die Stille und Schönheit der Natur ohne zivilisatorische Störenfriede – typisch für eine Radtour in Norwegen.

Bild: Terje Rakke / Nordic Life AS – Visitnorway.com