Surfen in Norwegen: Auf der sicheren Welle

Surfen und Norwegen – nicht unbedingt zwei Worte, die man schnell zusammenbringt. Andererseits: Norwegens zerklüftete Küstenlinie ist 25.000 Kilometer lang (80.000 Kilometer, wenn man alle Inselküsten mitzählt). Und bei so viel Küste ist es kaum vorstellbar, dass sich nicht auch gute Surfspots finden. Es gibt tatsächlich eine Menge – besonders für Surfer, die Herausforderungen lieben. Der beständige Wellengang von Nordsee und Nordatlantik ist dabei ein klares Plus.

Kaltwasser-Surfen: In Norwegen hat man die Wahl

In den meisten Regionen Norwegens sind die Wassertemperaturen nur etwas für Hartgesottene – auch im Sommer. Nur in Südnorwegen, in Oslo und Umgebung gibt es in dieser Zeit regelmäßig Höchsttemperaturen von 18 bis 22 Grad Celsius. Wer in Norwegen also surfen will, sollte einen guten Neoprenanzug besitzen. Dann hat er im ganzen Jahr entlang der Küste bis hoch zu den Lofoten ausgezeichnete Strände zur Auswahl. Einzige Einschränkung: die kurze Tageslichtdauer im Winter lässt Surfen in Norwegen nur an wenigen Stunden am Tag zu.

Regionen zum Surfen in Norwegen

Die Küste bei Jæren ist besonders für Anfänger geeignet. Sie liegt südlich von Stavanger und bietet mit ihren sanften Stränden, etwa bei Solastrand, Hellestø oder Sele Point, ideale Einstiegsbedingungen für die Winde und Wellen der Nordsee. Es gibt hier vier Surfschulen. Einige der felsigen Ufer sind eher ein Terrain für fortgeschrittene Surfer.

Eines der beliebtesten Ziele zum Surfen in Norwegen ist Stad in Sogn og Fjordane. Besonders im August und September kann man hier mit großen Wellen rechnen, bei noch recht angenehmen Wassertemperaturen. Den Status des Geheimtipps hat die Region aber schon verloren.

Die Strände der Lofoten vereinen erstklassige Wellen mit rauer Natur. Die nördlichste Surfschule der Welt liegt hier, und mit den Lofoten Masters wird das nördlichste Surfturnier der Welt veranstaltet. Im Sommer kann man durch die Mitternachtssonne fast rund um die Uhr Wellenreiten und das meistens an überwiegend leeren Stränden. Auf den Lofoten ist auch das Sturmsurfen sehr beliebt, das aber nur fortgeschrittene Surfer in Betracht ziehen sollten.

Sehr viel mehr Trubel herrscht am Strand von Saltstein nahe Larvik im Oslofjord. Die Hauptstadt ist nur 135 Kilometer entfernt, entsprechend beliebt ist der Spot, besonders im Spätsommer. Auf der anderen Seite des Fjords locken die Winde bei Sletter und Jeløya viele Kitesurfer an.

Bild: Nils-Erik Bjørholt – Visitnorway.com