In Norwegen wandern: Urlaub wie im Märchen

Auf die Spur von Trollen, Feen und Riesen begibt sich, wer in Norwegen wandern geht. Schon im Namen Jotunheimen beispielsweise spiegelt sich die Sagenwelt. Auf Deutsch heißt das höchste Gebirge des Landes „Heim der Riesen“.

Doch eine gar so riesengroße Anstrengung ist der Fußmarsch zum höchsten Gipfel Norwegens gar nicht. Der 2469 Meter messende Galdhøpiggen ist auf gut ausgebauten Pfaden leicht erreichbar. Selbst Familien können sich unbesorgt auf den Weg machen, Kinder mit Wandererfahrung schaffen den Aufstieg normalerweise ohne Probleme und können dann die Aussicht über Felsen und Gletscher genießen.

Gratwanderung auf den Spuren Peer Gynts

Der Dichter Henrik Ibsen und der Komponist Edvard Grieg haben das Märchen von Peer Gynt unsterblich gemacht. Der notorische Lügner behauptet auf einem Boch über einen Berggrat geritten zu sein. Den sagenhaften Grat gibt es wirklich, und der Weg dort entlang gehört im Wanderurlaub in Norwegen zu den landschaftlichen Höhepunkten. Der Besseggen, auf Deutsch Sensengrat, bietet sensationell schöne Ausblicke über den Jotunheimen. Besonders die nur durch eine 50 Meter breite Felswand getrennten Seen Bessvatnet, fast schwarz daliegend, und Gjende mit seiner tiefgrün schillernden Oberfläche gehören zu den beliebtesten Fotomotiven für alle, die in Norwegen wandern.

Über den Fjorden in Norwegen: Wandern mit Aussicht

Preikestolen, Predigtstuhl, wird ein spektakulärer Aussichtspunkt bei Stavanger genannt. Wer die 25 mal 25 Meter große natürliche Plattform erreicht hat, sollte beim Blick über den Rand schwindelfrei sein. 604 Meter geht es fast senkrecht nach unten, wo in der Tiefe der Lysefjord glitzert. Die ebenso besucherfreundliche wie fotogene Plattform entstand auf natürliche Weise: Vor rund 100 000 Jahren schob sich Gletschereis in Felsspalten und Ritzen und sprengte riesige Steinblöcke ab.

Für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild berühmt ist Aurlandsdalen. Felsige Gipfel, donnernde Wasserfälle und grüne Täler bieten auf der Wanderung in Norwegen immer wieder neue Naturerlebnisse. Vereinzelt führt der Weg an alten, einsamen Berghöfen vorbei – wie dem aus dem Mittelalter stammenden Sinjarheim. Erinnerungen an die Zeit, als der Region ihr Ertrag mühsam abgerungen werden musste und abends Märchen von Trollen, Feen, Riesen und Peer Gynt erzählt wurden.

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Bild: Matti Bernitz/visitnorway.com