Höhöenwandern in Norwegen Setergrotta

Abenteuer Höhlenwanderung in Norwegen

Hoch in den Norden geht es, wenn Sie eine Höhlenwanderung in Norwegen machen wollen. Denn die meisten Höhlen liegen im Saltfjellet-Svartisen Nationalpark, der sich am Polarkreis befindet. Für eine Eishöhlenwanderung müssen Sie sogar nach Spitzbergen…

Lange Anreise für eine Höhlenwanderung in Norwegen

Rund 1000 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo liegt die kleine Stadt Mo i Rana. Selbst hartgesottene Norwegenfans kommen eigentlich nur in diese Gegend, wenn Sie auf dem Weg zum Nordkap sind. Doch wer das vorhat, sollte sich die Höhlen in Norwegens zweitgrößtem Nationalpark namens Saltfjellet-Svartisen nicht entgehen lassen.
Zu den bekanntesten Höhlen Norwegens gehören Grønligrotta und Setergrotta. Sie liegen relativ nahe beieinander und rund 20 Kilometer von Mo i Rana entfernt. Fahren Sie zuerst zur Grønligrotta, übrigens die einzige Höhle im Norden, die elektrische Beleuchtung hat. Rund 45 Minuten dauert die Führung in mehreren hundert Metern Tiefe, die auch für Kinder gut geeignet ist. Verbringen Sie nach der Führung unbedingt noch ein bisschen Zeit im Höhlencafé, das Ihnen eine gute Sicht auf den Svartisen-Gletscher bietet, dem zweitgrößten Gletscher des Landes.

Wer etwas mehr Abenteuer auf einer Höhlenwanderung in Norwegen bevorzugt, besucht danach die Setergrotta. Hier dauert eine Führung rund zwei Stunden, gutes Schuhwerk ist Pflicht. Schutzkleidung inklusive Handschuhe sowie ein Helm mit Licht werden gestellt. Um die gigantischen Felshallen in der Höhle und einen unterirdischen Bach besichtigen zu können, müssen Sie sich durch zum Teil recht enge Gänge quetschen. Die Mühen lohnen sich aber allemal, auch für mutige und ausdauernde Kinder.

Zwei ganz andere Möglichkeiten für eine Höhlentour in Norwegen

Um an einer Eishöhlenwanderung teilnehmen zu können, ist eine Reise nach Spitzbergen (Svalbard) notwendig, der Inselgruppe im Nordatlantik. Im Winter können Sie sich dort von geprüften Gletscherführern in eisige Hohlräume im Gletscher Longyearbreen begleiten lassen. Dort erwartet Sie bei fast schon angenehmen 3 Grad Celsius eine phantastische Welt aus Schnee und Eis – die etwas andere Höhlenwanderung in Norwegen.
Keine Höhlenwanderung im eigentlichen Sinn bieten die Brufjellhöhlen im Süden Norwegens. Das sind große Felsvertiefungen, die von der Brandung in die Küste gespült wurden und heute rund 20 Meter über dem Meeresspiegel an der Südküste liegen. Sie werden Steintröge genannt und sind nur nach einer insgesamt zwei- bis dreistündigen Wanderung erreichbar. Da der Weg zum Teil recht steil ist, sollten kleinere Kinder diese Tour nicht machen.

Foto: Setergrotta / www.visithelgeland.com / Rana